+++ news +++ news +++ news +++

Die dänische Regierung gibt grünes Licht für Dänemark-Urlauber: Ab 15. Juni wird die dänische Grenze, die wegen der Corona-Pandemie seit 14. März geschlossen war, für deutsche Urlauber wieder geöffnet. Bei der Einreise muss eine Buchungsbestätigung für mindestens 6 Nächte vorgelegt werden. Ausgenommen sind Aufenthalte in den Regionen Kopenhagen und Frederiksberg.

Mehr Infos im GlasTEXTuren-Blog

 

#heiways: Schleswig-Holstein heißt seit Montag wieder Touristen willkommen. Über das Himmelfahrtswochenende und an Pfingsten gibt es jedoch Betretungsverbote für Tagestouristen auf den Insel wie Sylt, den Halligen oder beliebten Orten wie St. Peter Ording. Sucht Euch lieber einen Ort jenseits der Touristenmassen aus, um unbeschwert Urlaub zu machen. Ich hätte da einen heißen Tipp: Flensburg.

Teil 2 der Serie #heiways:

Schiffe, Rum und Meer: An der Flensburger Förde

 

 

#heiways - meine Tipps für Urlaub2020:

Die Corona-Pandemie hat viele Reisepläne durchkreuzt. Nach vielen Wochen des Shutdowns drängt es uns alle wieder hinaus, um Neues zu entdecken. Während es an manchen Ostsee-Stränden, in angesagten Cities oder auf beliebten Bergzielen in den Alpen voll werden dürfte, gibt es abseits der gängigen Routen herrliche Regionen zu entdecken, die man sonst noch nicht auf dem Zettel hatte. In meiner Serie #heiways stelle ich Euch Ziele vor, wo Ihr Euren Urlaub 2020 genießen könnt.Teil 1:

Wasser, Wandern und Kultur: das Thüringer Meer

 

Wieder-Eröffnung: Die Kunstsammlungen der Veste Coburg und das Europäische Museum für Modernes Glas in Rödental öffnen ab Montag, 11. Mai, wieder (tägl. 9.30-17 Uhr). Besucher müssen eine Maske mitbringen. Weiterlesen im GlasTEXTuren-Blog

In der Drachenschlucht geht es eng zu.
In der Drachenschlucht geht es eng zu.

Einbahnregelung für Wanderer: Damit der Wanderweg durch die Drachenschlucht bei Eisenach trotz Corona begangen werden kann, hat man sich in der Luther-Stadt eine clevere Einbahnregelung einfallen lassen. Weiterlesen im GlasTEXTuren-Blog

Making of ... Dänemark Nordseeküste

Bei den Strandfischern in Thorup Strand
Bei den Strandfischern in Thorup Strand

In den letzten zwei Jahren ist mein neuer Reiseführer für den Michael Müller Verlag entstanden: Dänemark Nordseeküste. Kürzlich schrieb mir ein früherer Kollege: "Du kommst ja beruflich ganz schön 'rum. Lebst Du jetzt nur noch on the road?" Entgegen weit verbreiteter Meinung sind Reisejournalisten zwar viel unterwegs, doch die meiste Zeit verbringt man doch am Schreibtisch. Man tippt E-Mails, man plant Recherchereisen, man schreibt Gliederungen oder Excel-Tabellen. Das klingt nicht wirklich nach Freiheit und Abenteuer!

Wie wird eine Idee zum Buch? Wie macht man aus allen wichtigen Infos einen lesenswerten Text? Was waren unterwegs die tollsten Erlebnisse? Diese und weitere Fragen will ich gerne in diesem "Making of" beantworten. 

Vor den dänischen Ochseninseln in der Flensburger Förde
Vor den dänischen Ochseninseln in der Flensburger Förde

Die Idee: Mit viel Meeressehnsucht im Gespäck zog es mich und meinen Mann nach Flensburg. Bald stellten wir fest, wie dänisch unser neues Zuhause doch ist. Das nordische Lebensgefühl hat uns gepackt, nicht selten fahren wir einfach mal so über die Grenze nach Dänemark zum Spazierengehen am "Flensborg Fjord" (so nennen die dänischen Nachbarn die Flensburger Förde). Kurzerhand schlug ich meinem Verlag vor, einen Dänemark-Reiseführer zu machen. Das Reisegebiet dänische Nordseeküste passte gut ins Programm des Michael Müller Verlags, und so ging die Reise für mich los.

Strand bei Nymindegab
Strand bei Nymindegab

Strand ohne Ende: Weißer Sand, blaues Meer und Ferienhäuser, das ist nur die eine Seite der 500 km langen dänischen Nordseeküste. Doch das Land der Wikinger und Seefahrer, der Bauern und Küstenfischer hat noch viel mehr zu bieten. Zu den Top Ten gehören das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, die Mittelalterstadt Ribe, der Künstlerort Skagen, der Rubjerg Knude Fyr und die Wanderdüne Råbjerg Mile.

 

Wo es am schönsten ist? Natürlich wird jeder seinen eigenen Lieblingsort finden. Mir persönlich hat es die Altstadt von Ribe mit ihren verwinkelten Gassen angetan. Und meine Lieblingsinsel ist Fanø, wo zwischen hübschen Reetdachhäusern alte Traditionen noch gelebt werden. Ein besonderer Naturgenuss ist der Blick vom Bulbjerg auf die unberührte Küstenlandschaft. Und nicht zuletzt schlendere ich gerne durch die Galerien in Lønstrup, wo Glaskünstler und Keramiker kreativ sind.

Für diesen wilden Weg an der Skjern Å musste eine Alternative gefunden werden
Für diesen wilden Weg an der Skjern Å musste eine Alternative gefunden werden

Gut geplant: Eine Recherchereise muss gründlich vorbereitet sein, damit man in der eingeplanten Zeit alle Sehenswürdigkeiten besichtigen und die wichtigen Fotos machen kann. Es hat sich für mich als sinnvoll herausgestellt, schon vor der Recherchetour eine grobe Gliederung für das Buch zu erstellen. Daraus entsteht eine Liste mit all den Highlights in jedem Ort, den ich besuchen werde, und den to-dos, die dort zu erledigen sind. Dazu gehört immer der Besuch im örtlichen Touristenbüro, das ich stets mit vielen wichtigen Infos und einem prall gefüllten Beutel voller Prospekte und Flyer verlasse. Am besten für das Buch sind jedoch die ungeplanten Momente: ein nettes Gespräch mit Künstler/innen oder Museumsmitarbeiter/innen, ein grandioser Ausblick, der die Zeit vergessen lässt, ein Wanderweg, der unpassierbar ist und zur letztlich besseren Alternativroute führt.

Gut durchgeschüttelt: auf der Slotsgade in Møgeltønder.
Gut durchgeschüttelt: auf der Slotsgade in Møgeltønder.

Medial unterwegs: Die digitalen Karten, die das Internet zur Verfügung stellt, oder Tools wie Streetview sind zuhause am Schreibtisch natürlich hilfreiche Werkzeuge. Wenn ich aber im Reisegebiet unterwegs bin, arbeite ich ganz old school. Ich orientiere mich anhand von gedruckten Karten, vertraue meinem Orientierungssinn oder der immer netten Auskunft von Passanten. So lernt man Land und Leute am besten kennen. Außerdem bekomme ich dabei wichtige Hinweise darauf, wie ich gemeinsam mit der Kartografie unsere Karten für den Reiseführer anlegen muss. Ein Highlight der MMV-Reiseführer sind die GPS-Touren. Bei acht Wanderungen und Radtouren war ich mit einem GPS-Gerät an der dänischen Nordseeküste unterwegs und habe die Tracks aufgezeichnet. Wenn man in Wald und Heide oder auf der Strandstraße unterwegs ist, sieht manches anders aus als auf der zu Hause vorbereiteten Tour-Skizze. Wenn Markierungen fehlen oder überwuchert sind, schlägt man schon mal den falschen Weg ein. Dann heißt es: zurückgehen bis zum falschen Abzweig und die richtige Route neu aufzeichnen. "Besser Du verläufst Dich, als der Leser", gab mir unser Geograph mit auf den Weg. Wie wahr! Für die Leser ist am Ende alles ganz easy. Mein Text im Buch sowie die Karte erklären, wo man unterwegs besonders aufmerksam bei Abzweigen sein muss. Und der GPS-Track, der im Verlag bearbeitet wurde und zum Download zur Verfügung steht, führt Wanderer und Radler sicher ans Ziel.